Mendelssohn7 · Inernational Guesthouse
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20. bis 23. März 2006: Taijiquan
im Mendelssalon, Mendelssohnstr. 7
in Leipzig. Anmeldung und
Infos
Kolibri Seminare Ost
,
www.kolisem-ost.de.
Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18:00h und enden 21:15h.

Zwischen Tradition und Moderne

Die chinesischen (inneren) Bewegungskünste

Schaut man in die ferne Vergangenheit nach China, etwa 1 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung, fand man Schamanen, die in Tänzen und Ritualen Kontakt zur Natur suchten. Ziel war es, den Mensch dabei in eben diese harmonisch einzubetten.

Die Jahrhunderte vergingen und die Chinesen blieben dabei, die Bewegungen aufgrund von Erfahrungen weiter zu erforschen.

Dabei kristallisierten sich sehr effektive Kampfkünste (Wushu) und auch Methoden zur Lebenspflege (Yangsheng) heraus.

Neben der Bewegung spielten (& spielen) natürlich Faktoren wie Ernährung, die Einhaltung von Tages- & Jahreszeitlichen Rhythmen eine große Rolle, sowohl um im Kampf zu bestehen, als auch im Umgang mit der eigenen Gesundheit.

Es sei erwähnt, dass die Übungen des Qigong (eine Sammelbezeichnung für Übungen zur Pflege der Lebenskraft, geprägt in der Mitte des 19. Jahrhunderts), als auch die Kampfkünste nicht öffentlich gelehrt wurden, sondern als Geheimlehre nur im engen Kreise weitergegeben wurden. Wissen ist Macht!

An die Öffentlichkeit sind diese Künste erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts in China gelangt, um die Bevölkerung durch vereinfachte Formen des Taijiquan gesundheitlich aufzubauen.

Dieser Euphorismus, was die chinesischen Bewegungskünste betrifft, verebbte während der Kulturtradition in den 70er Jahren. Namhafte Meister verließen das Land und machten das Qigong, Taijiquan und weitere, weniger bekannte Innere Kampfkünste, im Ausland bekannt.

Mit dieser Entwicklung veränderte sich das Schüler-Lehrer Verhältnis. In vergangener Zeit war es ein großes Unterfangen einen Lehrer für sich gewinnen zu können. Oft musste die familiäre Abstammung passen, auch Empfehlungsschreiben waren unentbehrlich.

Die Meister des Taijiquan waren erfahrene Kämpfer und meist mit hohen Posten im Militär versehen.

Schauen wir in die heutige Zeit, so lässt sich doch ein gewisser Unterschied erkennen. Es ernennen sich Praktizierende oft selbst zum Lehrer. Kaum jemand mag die Prinzipien verdeutlichen, welche hinter dem `inneren` der Bewegungskunst liegen.

Natürlich bringen die Zeiten auch Vorteile mit sich: Die Übungssysteme sind für viele Menschen offen, es gibt eine Vielfalt an Angeboten etc.

Es heißt: Um zu einem Lehrer zu gelangen, überwinde Berge. Um einen Schüler zu unterrichten, durchquere den Ozean.

Das macht es dann sicherlich wertvoll. Für das Wissen, die Fertigkeiten und Fähigkeiten investiert zu haben.

Eine sehr gute Möglichkeit für alle Interessierten im Bereich der chinesischen Bewegungskünste eröffnet sich im März:

Kolibri Seminare lädt Herrn Su Huaxiang für eine Woche nach Leipzig & Dresden ein. Er wird Taijiquan für Anfänger und Fortgeschrittene vermitteln und morgens Qigong anbieten.

Sonntags, den 19. Februar finden nach einem Taijiquan Seminar über das Wochenende zwei Vorträge mit ihm statt. Themen sind das Qigong, Übungen zur Lebenspflege, welche in jedem Alter große Vorzüge mit sich bringen.

Des weiteren ein Vortrag über innere Kampfkünste. Hier werden Prinzipien veranschaulicht und eine Form vorgestellt, welche kaum bekannt ist: LiuHe BaFa. Die Bewegungen werden ähnlich wie beim Taijiquan in fließender und harmonischer Durchführung aneinandergereiht. Im Englischen wird diese Form water-boxing (Wasser-Boxen) genannt.

Beide Vorträge werden mit Übungen verbunden, so dass Sie selbst Erfahrungen sammeln können.

Wir freuen uns, Herrn Su Huaxiang, der die Chinesischen Bewegungskünste in Form und Anwendung seit jüngsten Jahren intensiv studiert, in Leipzig zu begrüßen.

Sie sind herzlich dazu eingeladen,

Ihr Team von Kolibri Seminaren Ost

Tim Zimmermann, Leipzig 2006